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Oxymel

Oxymel (von oxos, griechisch Essig) und meli (griechisch Honig) ist ein Gemisch auf Honig und Essig, das seit der Antike als Gesundheitstrank verwendet wird, besonders in Verbindung mit Heilkräutern. Denn sowohl Honig als auch Essig sind gute Auszugsmittel, um Wirkstoffe aus Pflanzen zu lösen – wichtig in Zeiten, als es noch keinen hochprozentigen Alkohol zu diesem Zweck gab.

Heute erlebt Oxymel eine Renaissance, gilt vielen als Superfood zur Vorbeugung gegen Krankheiten und als gutes Linderungsmittel, wenn es einem denn doch erwischt hat. Oder es lässt sich, mit Mineralwasser verdünnt, einfach als schmackhaftes Getränk genießen.

Schon ohne Kräuter bietet das Oxymel viele Vorteile für die Gesundheit: sowohl Honig als auch Essig wirken antibakteriell und entzündungshemmend, enthalten gesunde Spurenelemente, Vitamine und Antioxidantien. Je nach Gusto kann es mit Kräutern in ein Linderungsmittel bei Erkältungen, bei Unruhe, bei Verdauungsbeschwerden und bei vielen anderen Befindlichkeitsstörungen mit Erfolg eingesetzt werden. Aber wie bei allen Naturheilmitteln gilt: Bei ernsthaften Gesundheitsstörungen ist immer ein Arzt zu Rate zu ziehen!

Grundrezept:

Ein Teil Essig

drei Teile Honig

ein Teil Kräuter

Die Kräuter werden möglichst fein gehackt. Essig und Honig werden gut vermischt und dann über die Kräuter gegossen, das Gefäß luftdicht verschlossen. Die Mischung sollte an einem dunklen, kühlen Ort drei bis vier Wochen ziehen und möglichst oft geschüttelt werden, damit sich die Inhaltsstoffe aus den Kräutern lösen. Danach das Oxymel durch ein Sieb geben und noch einmal durch einen Teefilter laufen lassen, damit die Kräuter komplett ausgefiltert sind. Gut gekühlt ist das Oxymel etwa ein Jahr haltbar. Wichtig: Bei der Zubereitung auf Sauberkeit achten, die Gläser vor dem Einfüllen der Zutaten sterilisieren. Zur Vorbeugung täglich ein bis zwei Esslöffel des fertigen Oxymels pur oder in (Mineral)wasser einnehmen, im Akutfall auch mehr.

Das Mischungsverhältnis von Honig und Essig kann, je nach persönlichem Geschmack, verändert werden. Ein etwas „saureres“ Oxymel ergibt auch ein leckeres Salatdressing.

Knuspermüsli

Zutaten:

ca. 150 Gramm milden Honig (je nach Geschmack gerne auch mehr oder weniger)

3-4 Esslöffel neutrales Öl (Sonnenblume, Distel o.ä.)

eine Prise Salz

250 Gramm grobe Haferflocken (z.B. Echte Kernige)

50 – 100  Gramm Nüsse (Mandeln oder Haselnüsse oder Walnüsse nach Geschmack), grob gehackt

60 – 100 Gramm Kerne (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne usw. nach Geschmack, ganz)

40 Gramm Saaten (Sesam, Leinsamen, Brennnesselsamen nach Geschmack, grob gemörsert)

80 Gramm Kokosraspel

Zubereitung:

Falls der Honig nicht flüssig ist, ihn im Wasserbad bei 38 Grad flüssig werden lassen. Dann alle Zutaten gut miteinander vermischen. Die trockenen Bestandteile sollten alle leicht durchfeuchtet sein. Bei Bedarf noch etwas Öl zugeben.

Die Mischung auf ein Backblech, das mit einem Backpapier ausgelegt ist, streichen. Ofen auf 150 Grad vorheizen. Mischung zehn Minuten im Ofen rösten, dann erneut gut durchmischen, ausstreichen und erneut zehn Minuten backen. Den Ofen auf 120 Grad zurückdrehen, Mischung nochmals wenden und feststreichen, fünf bis zehn Minuten weiterbacken. Danach nochmals wenden, auf dem Blech gut festklopfen und erneut fünf bis zehn Minuten rösten. Jetzt sollten die Haferflocken gold- bis hellbraun sein, dann ist das Müsli fertig. Sonst noch einige Minuten weiterrösten. Aber Achtung: In dieser Phase verbrennt das Müsli leicht – darum engmaschig kontrollieren.

Müslimischung auf dem Blech auskühlen lassen. Erst dabei wird sie knusprig. Nach dem völligen Abkühlen in fest verschließbare Gläser füllen. Wer mag, kann die Mischung mit Trockenfrüchten aufpeppen. Mit Joghurt und frischem Obst servieren.

Tipp: Die Rezeptur für die Müslimischung ist sehr variabel, sie kann ganz nach dem persönlichen Geschmack abgewandelt werden.

Andreas Knoblauch-Käse-Kartoffelgratin mit Rote-Zwiebel-Jus

Zutaten für das Gratin:

800 Gramm vorwiegend festkochende Kartoffeln
vier Schalotten
Thymian nach Geschmack (Vorsicht, damit er nicht vorschmeckt!)
ein halber Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
ein Esslöffel Butter
300 Gramm Sahne
150 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
100 Gramm (!) Knoblauch
75 Gramm Ziegenkäse
zwei Eigelb
ein bis zwei Teelöffel Speisestärke

Zutaten für den Jus:
ein Esslöffel Olivenöl
ein Esslöffel brauner Zucker
zwei Esslöffel Himbeeressig
250 ml Portwein
ein Lorbeerblatt.

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, in nicht zu dünne Scheiben hobeln.
Ein bis zwei Schalotten fein würfeln, mit Thymian und Zitronenschale in Butter glasig dünsten. Sahne und Brühe angießen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und aufkochen.

Kartoffelscheiben darin bei schwacher bis mittlerer Hitze zugedeckt etwa acht Minuten vorgaren.
Knoblauch in Spalten schneiden. Kartoffeln aus der Sahne heben und abtropfen lassen. Mit der Hälfte des Knoblauchs in eine gebutterte Form schichten.
Sahne etwas einkochen lassen.
Ofen auf 180 Grad vorheizen. Käse reiben. Eigelb und Stärke verquirlen, unter die heiße Sahne ziehen. Käse einrühren, schmelzen lassen. Sauce abschmecken.
Sauce über das Gratin gießen. Im heißen Ofen etwa 20 Minuten gratinieren. In den letzten fünf Minuten den übrigen Knoblauch auf das Gratin verteilen.
Unterdessen die restlichen Schalotten fein würfeln, in Olivenöl glasig dünsten, Zucker dazugeben und karamellisieren lassen. Mit Essig und Portwein ablöschen, Lorbeerblatt dazugeben. Alles leicht sirupartig einkochen. Lorbeer entfernen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Das fertige Gratin noch einmal miz Pfeffer, Salz und Thymian abschmecken, mit den Jus reichen. Dazu passt vorzüglich Portwein.

Kürbiskern-Parfait

Zutaten:

100 Gramm Kürbiskerne
100 Gramm Zucker
drei Eigelb
60 Gramm Puderzucker
zwei Esslöffel Kürbiskernöl
400 ml Sahne

 

Zubereitung:

Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten (Achtung, nicht zu dunkel werden lassen, sonst schmecken sie bitter!) Rausnehmen und in eine Schüssel geben. Den Zucker in der Pfanne bei mittlerer Hitze karamelisieren, die Kürbiskerne dazugeben und sie glasieren. Die Kerne auf Backpapier abkühlen lassen, 90 Prozent davon in der Mulinette (Ersatzweise: in eine Tüte stecken und mit dem Wellholz zerkleinern) zu Pulver mahlen (wer mag, kann die Kerne nur grob zerkleinern, um mehr Biss im Parfait zu haben).

Eigelb und Zucker in einer Schüssel über einem Wasserbad schaumig aufschlagen, bis die Masse bindet (passiert bei ca. 72 Grad). Schüssel in kaltes Wasser zum Abkühlen stellen und noch einige Minuten weiterschlagen. Gemahlene Kürbiskerne und Kürbiskernöl darunter mischen.

Die steif geschlagene Sahne nach und nach vorsichtig unter die Masse ziehen. Eine Terrinenform für einen Liter mit Klarsichtfolie ausschlagen (sie haftet besser, wenn man die Form vorher mit etwas Öl einpinselt). Die Parfaitmasse einfüllen, glattstreichen, mit den restlichen gerösteten Kürbiskernen garnieren. Folie über die Parfaitmasse schlagen und sie mindestens sechs Stunden in die Gefriertruhe geben.

Lachs bei Niedrigtemperatur

Zutaten für vier Personen:

100 Gramm Butter
Abrieb von einer Zitrone oder einer halben Orange
ein Esslöffel Senf
drei Zweige Estragon oder fünf Zweige Dill
Pro Person etwa 150 Gramm Lachs
frisch gemörserter Pfeffer, Salz

 

Zubereitung:

Die Butter schmelzen, Fruchtabrieb, Senf, Pfeffer und etwas Salz unterrühren. Unter Rühren abkühlen lassen, erst zum Schluss die gehackten Kräuter unterrühren.

Den Lachs in Portionsstücke schneiden, salzen und auf beiden Seiten mit der Gewürzbutter bestreichen. Auf einen großen Teller setzen und diesen fest mit Frischhaltefolie umwickeln. Den Ofen auf 80 Grad vorheizen, dort den Fisch etwa 40 Minuten garen. Sofort mit Kartoffeln und Gemüse oder einem gemischten Salat servieren.

 

Dicke-Bohnen-Paste

Die Dicken Bohnen sind reif. Aber das Gemüse ist nicht jedermanns Sache – vor allem die doch etwas zähe Schale ist nicht grade ideal fürs Mundgefühl. Die Lösung: Dicke Bohnen doppelt pulen – daraus lassen sich sehr schöne Gerichte zaubern, die vor allem die Italiener lieben.

Ein sehr leckeres Gericht ist die Dicke-Bohnen-Paste mit Zwiebel und Olivenöl – und die wurde sogar von einem Westfalen aus dem Telgengrund erdacht. Die Paste ist ideal als kalter Aufstrich auf einem eher dunklen, leicht getoasteten Brot, passt aber auch als warmes Pesto zu Spaghetti oder als Gemüsebeilage zu kräftigem Fleisch, etwa einem Rindersteak vom Grill.

 

Zutaten für vier Portionen:

-eine Müslischale voll dicker Bohnen (ohne Schoten)
-eine große Zwiebel
-etwa fünf Esslöffel Olivenöl
-etwas Salz, etwas Zucker, Pfeffer, Bohnenkraut

 

In ihrer dicken Schale sind die Acker-, Sau- oder dicken Bohnen nicht jedermanns Sache.

Doppelt gepult sind die dicken Bohnen so zart wie die feinsten Erbsen.

 

Zubereitung:

Die dicken Bohnen in kochendes, gesalzenes Wasser geben. Wenn sie nach oben steigen, in ein Sieb geben, kalt abbrausen. Nun braucht es etwas Geduld: Die dicken Bohnen mit dem Fingernagel anritzen und den zartgrünen Kern herausflutschen lassen. Nur dieser zarte Kern wird weiterverarbeitet, der Rest kann auf den Kompost.

Die Dicke-Bohnen-Paste ist köstlich.

Eine Zwiebel sehr fein schneiden, in fünf Esslöffel Öl bei mäßiger Hitze garziehen lassen, bis sie grade eben braun zu werden beginnt. Die Dicken Bohnen dazugeben, mit Salz, Pfeffer einer Prise Zucker und etwas Bohnenkraut würzen und unter gelegentlichem Rühren in etwa zehn Minuten garziehen lassen. Abkühlen lassen, im Mixer fein pürieren, nochmals abschmecken. Im Kühlschrank hält sich die Paste zwei bis drei Tage.

 

 

Dicke-Bohnen-Vorspeise

Zutaten:

Pro Person eine Handvoll dicke Bohnen, nur die innersten, zarten Kerne
etwas Olivenöl
etwas Knoblauch
eine mittlere Tomate
ein Esslöffel fein geschnittener Speck
ein Esslöffel fein gehackter Estragon
Salz, Pfeffer
ein Esslöffel Parmesan

 

Dicke Bohnen Bohnenpaste

 

 

Zubereitung:

Die gepulten Bohnen in kochendes, gesalzenes Wasser geben, etwa fünf bis zehn Minuten köcheln lassen (hängt von der Größe der Bohnen ab). Kalt abschrecken. Dicke Kerne erneut pulen, um den zarten inneren Kern herauszuholen.

Unterdessen die Tomate in Olivenöl andünsten. Knoblauch und Speck dazugeben und mitdünsten. Mit Salz, Chili und Pfeffer würzen und warm halten.

Estragon fein hacken (Ersatzweise kann auch Petersilie oder Dill oder ein anderes aromatisches Kraut verwendet werden).

Gepulte dicke Bohnen mit der Tomatensauce und dem Estragon mischen. Zum Schluss geriebenen Parmesan darüberstreuen.

Schmeckt kalt oder lauwarm mit Brot als Vorspeise oder heiß als Gemüsebeilage zu Fleisch.

Lammragout mit Trockenfrüchten

Zutaten für sechs Portionen:

Etwa ein Kilogramm Lammgulasch
etwa ein Viertel Liter Rotwein (nach Geschmack auch mehr)
vier Zwiebeln, grob gehackt
Knoblauch nach Belieben, gepresst
etwa 600 Gramm verschiedene Trockenfrüchte (Pflaumen, Äpfel, Aprikosen usw,), klein geschnitten
200 Gramm Mandeln
acht Karotten, geschnitten
ein Esslöffel Tomatenmark
eine kleine Dose stückige Tomaten
nach Belieben 300 Gramm grüne Bohnen
ein Liter Brühe
Salz und Pfeffer
Thymian
Rosmarin
Kreuzkümmel
Piment
Kurkuma
ein Hauch Zimt
etwas Olivenöl

 

Zubereitung:

Lammfleisch scharf in Olivenöl anbraten. Aus dem Bräter nehmen, Zwiebeln und Karotten anschwitzen, Gewürze und Tomatenmark kurz mitdünsten. Fleisch wieder zugeben, Knoblauch und Tomaten zugeben, mit Rotwein und Brühe ablöschen. Trockenobst und Mandeln dazugeben, alles auf kleiner Flamme etwa eineinhalb bis zwei Stunden schmoren lassen. Am Ende nach Belieben die Bohnen acht bis zehn Minuten mitköcheln lassen. Falls das Ragout noch zu flüssig ist, bei großer Flamme etwas einkochen lassen. Abschmecken.

Dazu passt sehr gut Basmatireis nach persischer Art, der mit gerösteten Mandeln bestreut ist.

Vanilleeis

Zutaten:

Sechs Eigelb
170 Gramm Zucker
zwei Vanilleschoten
500 ml Vollmilch
100 Gramm Sahne
eine Prise Salz

 

Zubereitung;

Eigelb mit Zucker und Salz hellgelb aufschlagen.

Vanilleschote halbieren und Vanillemark auskratzen. In Milch und Sahne erhitzen, aber nicht kochen.

Ei-Zucker-Mischung nach und nach unter die Milchmischung rühren. Ausgekratzte Vanilleschoten dazugeben und unter ständigem Rühren auf 75 Grad erhitzen.  Vom Herd nehmen, Vanilleschote entfernen und auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen.

Eimasse in die Eismaschine geben und 60 Minuten gefrieren lassen.

Halb gefrorener Frozen Joghurt

Zutaten:

500 Gramm griechischer Joghurt
100 Gramm Zucker
Saft einer halben Limette
eine Prise Salz

 

Zubereitung:

Alle Zutaten so lange verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
Masse in die Eismaschine geben und etwa eine halbe Stunde gefrieren lassen. Sofort servieren. (wird im Gefrierfach zu fest). Passt gut zu Schokokuchen anstelle von Sahne oder zu frischen Früchten.